Rund ums liebe Geld
Währung
Die Währung in Ladakh – so wie im Rest Indiens – ist die Rupie. Als groben Umrechnungskurs gilt in etwa 1 EUR = 60 Rupien. (Stand Jänner 2011: 1 Euro = 62,9905 Indische Rupien)
Preise in Indien und Ladakh
Indien ist als Entwicklungsland eher ein Reiseland mit niedrigeren Preisen. Ladakh aber hat durch seine exponierte Lage und die schwierige Transportsituation von Essen, Materialien und Rohstoffen etwas höhere Preise als im Süden. Während im restlichen Indien die Regel gilt „Handeln, was das Zeug hält!“, sind die Ladakhis das Feilschen nicht gewohnt. Eine Ausnahme stellen die kashmirischen und tibetischen HändlerInnen dar, die ihre Ware zu meist recht überhöhten Preisen an die Frau/den Mann bringen wollen.
Wechseln
Nachdem die meisten TouristInnen ausschließlich mit Fremdwährung in Indien ankommen, steht gleich zu Beginn der Reise das Wechseln auf der Tagesordnung. Wer am selben Tag der Ankunft nach Leh weiterfliegt, dem sei angeraten, gleich am Flughafen in Delhi Geld zu wechseln, denn der Kurs in Delhi ist etwas besser als in Ladakh. Achtung beim Wechseln gilt: Nicht nur große Rupienscheine (500er + 1.000er), sondern lieber mehr kleine Scheine (insbesondere 100er) geben lassen, denn unterwegs in Ladakh kann das Bezahlen mit einem „Tausender“ schnell zu einem Problem werden. Und: Lieber zur State Bank of India gehen, als zu Thomas Cook, da erspart man sich immense Kommissionen.
Geld mit der Maestro-Karte
Der globalisierte Finanzmarkt hat auch in Ladakh schon ein wenig Einzug gefunden, so finden sich inzwischen ganze 3 (!) Geldausgabeautomaten in Leh, mit denen man mit seiner Maestro-Karte Geld beheben kann. Allerdings sind nur zwei davon im Zentrum. Das Limit pro Tag liegt bei 20.000 INR. Tipp: Wer Geld am Bankomat beheben will, muss früh aufstehen. Ab 9 Uhr morgens wird die Schlange vor den beiden Automaten in Leh immer länger und kann durchaus auch eine halbe Stunde oder mehr in Anspruch nehmen.
Geld/Zahlen mit der Kreditkarte
Während man in Indien außerhalb Ladakhs schon ganz gut mit der Kreditkarte durchkommt, sieht es im indischen Tibet noch ein wenig dürftig aus. Das Bezahlen mit der Kreditkarte ist nur bei größeren kashmirischen Händlern und dem größten ladakhischen Laden möglich. In den Restaurants funktioniert das Bezahlen mit der Karte mit derzeitigem Stand noch nicht. Das Beheben von Bargeld mit der Kreditkarte ist bei einzelnen Wechselstuben (wie Western Union) möglich, bei den Banken jedoch nicht. Achtung: Beim Beheben von Geld mit der Kreditkarte nach der Kommission fragen, die ist oft unverschämt hoch!
Budget – wie viel Geld brauche ich?
Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil sie sehr davon abhängt, wie man seinen Urlaub gerne verbringt. Sparsame Gemüter werden für Essen und Trinken auch mit unter 10 Euro pro Tag auskommen, die Gourmets und Schlemmermäuler müssen vielleicht etwas mehr einrechnen. Unbedingt ein Budget für Extraausgaben einberechnen, viele verfallen in Indien in einen wahren Kaufrausch!
Trinkgeld – wie viel ist angemessen?
In Indien – wie auch bei uns – ist es üblich Leistungen im Service-Bereich zusätzlich mit einem Trinkgeld zu entlohnen. Dh man erwartet sich im Hotel, in Restaurants, bei Taxifahrten, auf dem Trekking ein Trinkgeld. Im Restaurant, sollte man in etwa 10% für Trinkgeld bereit halten. Als grobe Faustregel gilt, rechnen Sie in etwa mit 3-5 Euro pro Urlaubstag für Trinkgelder.
Beim Trekking empfiehlt sich am Ende des Treks den einzelnen Teammitgliedern ein Trinkgeld zu geben. Dabei ist zu bedenken, dass es innerhalb des Teams eine Hierarchie gibt, die bei gleicher Leistung der Mitglieder zu beachten ist. Guide – Koch – Helfer & Pferdemänner (letztere auf gleicher Ebene).


