Trekking

Das Wandern im Himalaya ist für viele ein lang gehegter Traum. In Ladakh gibt es unzählige Trekkingrouten, die Auswahl fällt da oft schwer.


Mithilfe eines einfachen Systems mit 5 Schwierigkeitsgraden wollen wir Ihnen die Auswahl erleichtern.


Schwierigkeitsgrad 1: Leicht. Die Wanderungen sind einfach. Es gibt keine Tage an denen mehr als 3-4 Stunden gewandert wird. Die Höhenunterschiede sind gering.
Schwierigkeitsgrad 2: Einfach. Die Wege sind leicht begehbar. Die Höhenunterschiede sind noch immer gering, Sie gehen aber schon bis zu 5 Stunden pro Tag.
Schwierigkeitsgrad 3: Mittel. Sie wandern generell sehr gerne, sind aber nicht sehr trainiert. Gerne wandern Sie auch auf bis zu 700m bergauf und –ab und haben keine Probleme mit schmalen Pfaden. Die Tage dürfen schon auch mal 6-7 Stunden lang sein.
Schwierigkeitsgrad 4: Anspruchsvoll. Sie schätzen lange Wanderungen und sind schon trainiert. Gerne dürfen es auch mehr als 7 Stunden reine Gehzeit pro Tag sein. Die Höhenunterschiede können auch mal 1.000m betragen. Steile und unwegsame Wege schrecken Sie nicht ab.
Schwierigkeitsgrad 5: Herausfordernd. Die Tagen sind zum Teil länger als acht Stunden, die Wege können sehr riskant sein. Das Gehen am Seil und mit Steigeisen kann durchaus erforderlich sein. Nur für sehr gut trainierte Menschen, die viel Bergerfahrung haben.

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Trekkingtour: LIKIR-TINGMOSGANG („Baby-Trek“)
Dauer: 3-4 Tage (auf bis zu 6 Tage erweiterbar)
Höchste Schlafhöhe: ca. 3.700m
Höchster Punkt: Meptak La (3.980m)
Durchschn. Gehzeit/Tag: 3-4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 1-2
Beste Zeit: April-November (ganzjährig möglich)


Beschreibung
Der „Baby-Trek“ hat seinen prominenten Namen aufgrund seines geringen Schwierigkeitsgrads erhalten. Kein Pass ist höher als 4.000m, die täglichen Wanderzeiten liegen unter sechs Stunden. Doch einen kleinen Spaziergang darf man sich trotzdem nicht darunter vorstellen und Babies würden ihn wohl auch nicht schaffen (außer auf dem Rücken der Eltern). Das Wandern auf Höhen von mehr als 2.500m ist ganz einfach anstrengender als darunter!


Trotzdem, wer gerne wandert, sich eine richtige Trekkingtour nicht (mehr) zutraut oder ganz einfach vor einer größeren Trekkingtour einen Akklimatisierungstrek starten möchte, für den sei dieser Trek empfohlen.


Diese Route ist eine der wenigen, die auch Übernachtungen bei Familien ermöglicht, sogenannte Village Home Stays. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass man auch ein Bett für die Nacht erhält, kann man dieses schon im Vorfeld in Leh in ausgewählten Agenturen buchen. Achtung: Wer Komfort und/oder Sauberkeit erwartet, wird schnell enttäuscht. Die Unterkünfte sind sehr, sehr einfach (oft nur eine Matratze auf dem kahlen Boden), das Essen ist simpel und es kann zudem zu unguten Begegnungen mit Flöhen, Wanzen und Co kommen! Wer es angenehmer haben will, macht die Tour lieber mit einem Begleitteam und übernachtet im Zelt.


Es empfiehlt sich die Tour nicht mit der direkten Fahrt nach Leh abzuschließen, sondern noch eine Sightseeing-Tour zu den berühmtesten Klöstern des unteren Industals anzuhängen (Lamayuru, Ridzong, Alchi).

„Ein Tipp von mir: Alle Orte auf der Wanderroute sind bereits mit Straßen verbunden. Die kaum befahrene Straße lässt sich aber weitgehend vermeiden, da es auch die ursprünglichen Verbindungswege noch gibt.“
Sasi, Reiseleiter aus Ladakh

 

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Trekkingtour: MARKHA TREK
Trekkingbeginn: Spituk oder Stok
Trekkingende: Martsellang oder Hemis
Dauer: 8 Tage (kann auf bis zu 6 Tage gekürzt werden)
Höchste Schlafhöhe: 4.650m in Nimaling
Höchster Punkt: Kongmaru La (4.950m)
Durchschn. Gehzeit/Tag: ca. 6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 3
Beste Zeit: Juni-Oktober


Der Markha-Trek ist mit Sicherheit der beliebteste Trek in Ladakh und damit der Klassiker schlechthin. Nicht umsonst, denn die Wanderroute führt durch den Hemis Nationalpark mit einer unglaublich eindrucksvollen Landschaft, kleinen, pittoresken Dörfern und weit und breit keine Straße in Sicht! Der Markha-Trek kann auch schon in 6 Tagen absolviert werden, die am häufigsten gewählte Variante ist die 8-Tages-Tour ab Spituk mit Ende in Hemis oder Martsellang.

„Ich kann Ihnen nur empfehlen, den sehr populären Trek nicht im Juli oder August zu gehen, wenn Sie viel begangene Routen eher abschrecken. Ein absoluter Tipp ist der Trek im Juni oder September. Besonders der September mit seinem eindrucksvollen Farbspiel ist ganz besonders zu empfehlen.“
Tsewang Dorje, Guide aus Ladakh



Ein detailliertes Reiseprogramm für den Markha Trek finden Sie auf der Homepage von Weltweitwandern unter folgendem Link.

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Trekkingtour: LAMAYURU-CHILLING (Klöster, Dörfer, Pässe)
Dauer: 5 Tage
Höchste Schlafhöhe: 4.400m in Sumda Doksa
Höchster Punkt: Konski La (4.950m)
Durchschn. Gehzeit/Tag: ca. 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 3

Beste Zeit: Juni-Ende September


Ausgehend vom herrlichen gelegenen Kloster Lamayuru wandern Sie vorbei an der berühmten Mondlandschaft dieser Gegend über den 3.780m hohen Prinkiti La nach Wanla, wo sich ein schönes Oasental vor Ihnen ausbreitet. Der weitere Weg folgt einem rauschenden Bach in ein Seitental hinein. Vom Konski La (4.950m) bieten sich Ihnen Blicke auf die gewaltigen Schneeberge des Himalaya. Chilling, der Endpunkt des Treks, ist ein Highlight selbst. Hier leben die begabtesten Kunstschmiede Ladakhs, denen Sie beim Arbeiten auf die Finger sehen können.

„Eine wunderschöne Trekkingreise, die ein intensives Kennenlernen der Landschaften, Kulturen und Klöster Ladakhs in recht kurzer zeit ermöglicht. Die Tour ist auch für „Trekkingneulinge“ geeignet.“
Robert Wolf, Reiseberater bei Weltweitwandern



Ein detailliertes Reiseprogramm für diese Trekkingtour finden Sie auf der Homepage von Weltweitwandern unter folgendem Link.

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Trekkingtour: VOM INDUS- INS NUBRATAL
Trekkingbeginn: Sabu
Trekkingende: Aggyam
Dauer: 5-6 Tage
Höchste Schlafhöhe: 4.500m in Pulu Diggar
Höchster Punkt: Diggar La (5.300m)
Durchschn. Gehzeit/Tag: ca. 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 3-4
Beste Zeit: Juni-Ende September


Dieser Trek gilt noch immer als kleiner Geheimtipp. Selbst im Hochsommer kann es sein, dass man während des Treks niemandem begegnet. Die Trekkingtour beginnt im nur 15 Minuten von Leh entfernten Sabu, von wo aus man kontinuierlich 2,5 Tage lang ansteigt, bis man den 5.300m hohen Diggar La überschritten hat. Danach eröffnet sich einem das wundervolle Nubra, Aggyam – der Endpunkt dieser Tour – liegt am mächtigen Shyok-Fluss.


Wer diesen Trek macht, sollte unbedingt noch 2-3 Tage dranhängen, um die größten Highlights in Nubra zu besichtigen.

„Mein Tipp: Wem dieser Trek zu kurz ist und gleich weitermachen will, kann vom Nubra- gleich zurück ins Industal wandern.“
Tsewang Dorjay, Reiseleiter aus Ladakh

 

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Trekkingtour: VOM NUBRA- INS INDUSTAL
Trekkingbeginn: Hundar
Trekkingende: Phyang
Dauer: 5-6 Tage
Höchste Schlafhöhe: 4.500m im Lasermo Basislager
Höchster Punkt: Diggar La (5.400m)
Durchschn. Gehzeit/Tag: 5-6 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 3-4

Beste Zeit: Juli-Ende September


Die Trekkingtour führt durch eindrucksvolle Schluchten, über Hochalmen und Wiesen mit Edelweiß. Die Campingplätze sind eindrucksvoll gelegen. Murmeltiere und Schneeziegen Ihre unmittelbaren Nachbarn. Die Route führt vorbei an kleineren Siedlungen, die von Hirten während der Sommermonate bewohnt werden.


Dieser Trek kann auch direkt in Leh beendet werden, würde in dem Fall über einen weiteren Pass nach Gyamsa führen.

„Mein Tipp: Mit Wanderungen in wunderschöne, kaum begangene Seitentäler lässt sich dieser Trek auf spannende Weise verlängern!“
Rinchen, Reiseleiterin von Weltweitwandern



Ein detailliertes Reiseprogramm für diese Trekkingtour finden Sie auf der Homepage von Weltweitwandern auf diesem Link.

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Trekkingtour: VON LADAKH NACH SPITI
Trekkingbeginn: Korzok am Tsomoriri
Trekkingende: Kibber
Dauer: 7 Tage
Höchste Schlafhöhe: ca 5.000m im Parang La Basislager
Höchster Punkt: Parang La (5.500m)
Durchschn. Gehzeit/Tag: 7 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 4
Beste Zeit: Juli-Ende September


Der Trek beginnt in 7 Autostunden von Leh entfernten Korzok am Tsomoriri. Dieser kristallblaue Salzsee ist nur einer der vielen Highlights auf diesem Trek. Der 5.500m hohe Parang La ist der höchste Punkt und markiert die Grenze zwischen Ladakh und Spiti.


Der Trek ist anspruchsvoll, dafür aber nicht sehr viel begangen. Ein wenig Trekkingerfahrung ist schon notwendig, denn der Passübergang kann witterungsbedingt schwierig zu begehen sein.


In Spiti angekommen sollten Sie sich unbedingt noch ein bisschen Zeit für die unvergleichlichen Klöster nehmen: Absolute „Must Sees“ sind die Klöster von Kaza, Tabo und Kyi.


Über den Rohtang La und Manali können Sie die Rückreise nach Delhi antreten.


Dieser Trek kann auch in umgekehrter Richtung gemacht werden, wie es bspw. von Weltweitwandern angeboten wird. Das Detailprogramm finden Sie hier Link.

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Trekkingtour: TREKKING IM NOMADENLAND
Trekkingbeginn: Rumtse
Trekkingende: Korzok am Tsomoriri
Dauer: 7 Tage
Höchste Schlafhöhe: ca 5.000m in Gyamar und Gyamar Barma
Höchster Punkt: Yalung Nyaulung La (5.450m)
Durchschn. Gehzeit/Tag: 6-7 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 3-4

Beste Zeit: Juli-Ende September
Wer diesen Trek machen möchte, sollte gut akklimatisiert sein. Sie bewegen sich immer auf Höhen über 4.000m. Dafür aber gibt es keine extremen Auf- und Abstiege. Die Landschaft ist sehr tibetisch, immerhin bewegen Sie sich auf dem tibetischen Hochplateau, das sich hier im Westen Ladakhs fortsetzt. Permanente Siedlungen gibt es kaum noch, hier ist die Heimat der Nomaden mit ihren Herden.


Die Trekkingroute führt vorbei am Tsokar-See, der einige hoch interessante Tiere beheimatet. Herden von Wildeseln grasen in unmittelbarer Nähe und mit etwas Geduld lässt sich vielleicht auch ein Schwarzhalskranich beim Brüten beobachten.
Das Ende markiert der kristallblaue Tsomoriri, von dem aus es in einer 7-stündigen Fahrt retour nach Leh geht.

„Der Himalaya ist ein religiöses Gebirge, ihn zu durchwandern bedeutet sich auch mit den Religionen aus einander zu setzen.“

Dieter Glogowski, Fotojournalist